November 2011

Ein Rant gegen blöde Mailbetreffs

Immer wieder passiert es, dass ich mich über sinnlos gewählte Mailbetreffzeilen aufrege, meistens bei Personen, denen man das geschickterweise nicht ins Gesicht brüllt.

Daher hier einfach mal um mich nicht personenbezogen aufzuregen, eine kleine Zusammenfassung, was an Betreffzeilen nur bedingt hilfreich ist:

  • Mail von $Name: Nunja, diese Information gibt mir schon der Absender der Mail Preis, das musst du nicht mehr in den Betreff schreiben, außer evtl. Du schreibst von einer Mailadresse, die mir bisher nicht bekannt war.
  • Meine Homepage: Schon besser, wir wissen nun worum es geht. Blöd nur, wenn sich alle deine Mails um deine Homepage drehen
  • WICHTIG!!!!!!!1!!ölf!!: Hmm... sieht nach schlecht gemachten Spam aus und wenn ich nicht auf den ersten Blick erkennen kann, worum es geht, kann es kaum so wichtig sein
  • Schau mal: Na schau mal wie schön die Landschaft ist?
  • RE: RE: RE: ANT: RE: RE: irgend eine alte Mail: Ok, wenn du deinen alten Mailbestand auch als Adressbuch nutzt, gerne das mach ich teilweise auch nicht anders. Aber bitte nutze nicht immer die Antwortfunktion auf uralte Mails. Bei den allermeisten Mailclients kann man in der Mailanzeige auch auf die Mailadresse klicken und eine neue Nachricht erstellen.

Leute, ich denke nicht, dass ich alleine damit auf der Welt bin, dass ich mein Mailarchiv auch als Nachschlagewerk nutze. Wenn ein altes Problem nochmal auftritt, bringt es mir nichts, wenn alle Mailbetreffzeilen gleich sind. Es bringt auch nichts, wenn ich 20 Mails öffnen muss um das Richtige zu finden, wenn man am Telefon sagt, dass man eben nachsehen möchte, wie die Fehlermeldung von anno-Dazumal noch hieß.

Auch wenn man sein Mailpostfach als Todo-Liste missbrauchen möchte, ist es doof, wenn man mehrere gleichlautende Aufgaben hat.

Ein guter Betreff beinhaltet die für mich in möglichst wenigen Worten um was es geht. Also statt immer wieder die selben nichtssagenden Sachen in den Betreff zu schreiben, nutzt z.B. einfach statt "Meine Homepage" lieber "Meine Homepage - Änderung im Impressum"

Busfahren mit Weser-Ems-Bus und den Verkehrsbetrieben Osnabrück

Nachdem ich gerade den Artikel von Thomas zum Thema: Busfahren mit dem HVV in Hamburg gelesen habe, muss ich mich dann doch mal aufraffen, meine Erlebnisse der vergangenen Woche aufzuschreiben.

Zunächst einmal eine Feststellung "Ich bin faul" und das impliziert: "Ich fahre mit dem Auto".

Nun ist das Auto oder allgemein der Individualverkehr nicht von Ausfällen gefreit und so überbrückte ich den Werkstattbesuch meines KFZ mit einer Wochenkarte der Verkehrsbetriebe Osnabrück mit Gültigkeit zwischen Wallenhorst und Hilter a.T.W..

Nun zum ersten negativen Punkt des ÖPVN, zumindest auf dieser Strecke: Laut Fahrplan bin ich mehr als doppelt so lange unterwegs wie mit dem KFZ, gepaart mit ein wenig Sicherheit und dem Fußweg zur Bushaltestelle bedeutet dies: eine Stunde früher aufstehen (Und Abends dann eine Stunde später @home zu sein, was dann wieder dazu führt, dass man weniger frisch kocht und lieber auf die Schnelle Fertigfrass ). Wer mich kennt: Früh aufstehen ist so gar nicht meins.

Dann auf der Preisliste der erste positive Aspekt: Die Monatskarte für 92,- € bzw. als Abo-Monatskarte nur 77,- €: Dafür kann man kein Auto fahren und hat dazu noch die positiven Effekte sich in der Innenstadt das Parkhaus sparen zu können.

Auch positiv: Ich habe, einen Sitzplatz vorausgesetzt, Zeit für mich, kann lesen, Musik hören (nicht zu laut) oder auf meinem Touchscreen herumpatschen.

Das Problem nur, das mich dann doch wieder zum KFZ greifen lässt: Die Umsteigemöglichkeit zwischen zwei Linien. Wenn einen der Fahrplaner 8 Minuten Umsteigezeit prognostiziert (Bei einem Fußweg zwischen den Bussteigen von max. 1 Minute, wenn man rennen muss auch deutlich weniger) aber an 4 Tagen in der Woche 3 Tage der erste Bus mehr als 8 Minuten Verspätung hat und man eine Stunde am nicht wirklich einladenden Neumarkt / Johannisstraße auf den nächsten Bus warten muss und dann auch eine Stunde zu spät zur Arbeit kommt, vergeht einem dann doch der Spaß. Die Alternative ist dann natürlich zur Sicherheit eine halbe Stunde früher abzufahren, um genug Puffer für Verspätungen zu haben. Bedeutet aber auch wieder blöd am Neumarkt herumzustehen.

Von daher würde ich für mich sagen: Ohne Umstieg oder bei einem Umstieg in eine hochfrequente Linie (20-Minuten-Takt statt Stundentakt) würde ich sofort das Auto stehen lassen. Auch lässt sich der der ÖPVN in Osnabrück keinesfalls mit dem von einer Metropole wie Hamburg vergleichen, auch hier würde ich nur im Ausnahmefall mit dem eigenen Auto fahren.

Aber muss ein ÖPVN nicht attraktiv für den Autofahrer sein? Vielleicht schreckt gerade das von Thomas so beschriebene Erlebnisbad die Autofahrer ab, vielleicht muss auch der ÖPVN "zwangsattraktiv" gehalten werden, eben durch extra Busspuren oder eine City-Maut wie in London. Oder vielleicht ist der fahrscheinlose ÖPVN auch keine so blöde Idee, denn über den Preis kann man die Faulheit besiegen. Oder aber höhere Takte und besser aufeinander abgestimmte Fahrpläne.

Wirrer Traum oder: ich habe die perfekte Neubesetzung für Wetten, dass..?

Meistens kann man sich ja nicht an seine Träume erinnern und wenn dann ist die Erinnerung an die Träume meistens ziemlich wirr.

Aber dieser Traum kam mir doch fast vor wie eine Vision und der Grund, warum ich ihn nun hier niederschreibe ist, dem ZDF die Lösung für Ihre Probleme zu offenbaren oder zumindest, sollte mein Traum nicht in Erfüllung gehen, sagen zu können: Hättet Ihr mal auf mich gehört!

Und zwar träumte ich den Vorspann von "Wetten, dass..?" und aus der Tür trat nicht Thomas Gottschalk sondern sein Nachfolger: Willi Weitzel, der "Willi wills wissen"-Willi.

Und als ich dann auch noch heute morgen bei Wikipedia lesen musste, dass Willi Weitzel vom ZDF als Moderator für Christliche Feiertage verpflichtet wurde, wusste ich: Willi muss "Wetten, dass..?" Übernehmen!

Sehen wir es doch mal ganz realistisch: Es gibt im deutschsprachigen Raum derzeit doch nur Zwei Gruppen von Kandidaten für Thommys Nachfolge: Die einen würden sich mit "Wetten, dass..?" die Kariere vollkommen zerhauen und die anderen sind dieser Aufgabe nicht gewachsen, nein ich drücke das zu nett aus: Es sind zu große Vollnulpen für diese Aufgabe!

Aber was macht mich zum Experten für die Nachfolge von Haribo-Thomas? Ich habe die vorletzte "Wetten, dass..?"-Folge geguckt, weil nichts besseres lief und davor seit Ewigkeiten dieses Format nicht mehr verfolgt. Aber genau das macht mich zu dem Experten dem das ZDF nun horrende Beratervergütungen in den Hintern schieben sollte!

Warum habe ich als Kind "Wetten, dass..?" so gerne geguckt? War es die Tatsache, dass man einen Grund fürs lange Wachbleiben hatte? Oder weil man Abends Chips und Erdnüsse futtern konnte? Oder aber die internationalen Stars? Nein: Es war der Eventcharakter! Die Wetten waren noch spannend, und die Strafen für falschliegende Promis noch lustig.

Und hier kommt Willi ins Spiel: Diese kindliche Begeisterungsfähingkeit, die er uns im Kinderfernsehen gezeigt hat ist genau das was es braucht, die Wetten wieder in den Vordergrund zu stellen! Dann ertrage ich auch zum 10. mal Otto oder Iris Berben als Wettpaten die von Ihrem neuesten ZDF-Schnulzenfilm erzählen, dann dürfen Peter Maffay und Udo Jürgens gerne weiterhin darum wetteifern, wer die meisten Auftritte am Samstag Abend bei Thommy Willi schafft.

Nein der Sofa-Part ist mir vollkommen schnuppe, den kann gerne auch jemand anders als Willi übernehmen, gerne auch Anke Engelke, die hat wenigstens den Schneid den armen Stars auch mal fiese Fragen zu stellen und würde ein wenig Pepp in die Sache bringen. Alle mal besser als die Produkt-Placement-Puppen Thommy und Michaela Michell Hunziker.

Der Harpe wäre cool gewesen aber das Duo Willi und Anke würde der Sendung wieder Event-Charakter bescheren.

So liebes ZDF: Meine Adresse steht im Impressum, da könnt Ihr einen Verrechnungscheck für mein Beraterhonorar hinschicken, danke.